GWC plant Kurzzeitwohnen auf zwei Cottbuser Grundstücken und stößt auf Kritik
GWC plant Kurzzeitwohnen auf zwei Cottbuser Grundstücken und stößt auf Kritik
14. September 2026
70 Prozent auf Zeit: Warum das Konzept für Unmut sorgtAuf zwei exklusiven Grundstücken in Cottbus, unter anderem in der Weinbergstraße und an der Flä-che bei der Knappschaft, sieht der Verkäufer eine überwiegende Nutzung als möbliertes Wohnen auf Zeit vor. Konkret sind bis zu 70 Prozent der Flächen für Kurzzeitmieten reserviert. Die Vorgabe weckt Befremden bei Stadtvertretern und Teilen der Bevölkerung, weil parallel ein steigender Bedarf an dauerhaften Wohnungen festgestellt wird.Die GWC begründet die Ausrichtung auf Wohnen auf Zeit mit wirtschaftlichen und organisatorischen Argumenten. Kurzzeitwohnungen lassen sich schneller vermarkten, sie richten sich an temporäre Mietgruppen wie Fachkräfte auf Zeit, Studierende und Klinikpersonal und bieten Investoren eine planbare Rendite. Zudem ermögliche das Konzept eine flexible Zwischennutzung, bis langfristige städtebauliche Lösungen gefunden sind.Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass die demografische Entwicklung und Zuzugssignale einen klaren Bedarf an bezahlbarem Dauerwohnraum ergeben. Vor diesem Hintergrund wird kontrovers diskutiert, ob dauerhafte Wohnbedürfnisse gegenüber kurzfristigen Marktinteressen ausreichend berücksichtigt werden. Kritiker fordern klare Auflagen für soziale Durchmischung, preisgebundene Einheiten oder eine verbindliche Umnutzungsstrategie, falls die Nachfrage nach Kurzzeitwohnungen zurückgeht.Im weiteren Verfahren spielen Bebauungsplan, städtebauliche Verträge und die Beteiligung der Öffentlichkeit eine zentrale Rolle. Entscheidend wird sein, ob sich Investoren, Stadt und mögliche Träger auf Kompromisse einigen, die sowohl kurzfristige Nutzungskonzepte als auch den langfristigen Bedarf an Wohnraum berücksichtigen.
Der Bericht stützt eine Nachricht von: lr-online.de